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Letzte Änderung:
18.09.2017, 10:09

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Dvesha

die unbegründete Abneigung hat ebenfalls einen Ursprung im Positiven, Brauchbaren.

 Zu vermeiden, was nicht gut tut ist keine Wurzel des Leidens sondern zeugt von Weisheit.  DVESHA spricht vom klassischen Vorurteil. Man lehnt einen Menschen ab, einen Gedanken, ein Ding, ohne es zu prüfen. Festgefahrene Strukturen im Denken verhindern lebendige, unmittelbare Erfahrungen. Eine schlechte Erfahrung in der Vergangenheit verhindert heute eine gute, neue Erfahrung. Das Herz ist verschlossen. „Nie wieder diese Automarke“, „Nie wieder dieses Land“, „Mit dem rede ich nicht mehr“, „Mit Solchen will ich nichts zu tun haben“. Ganz ehrlich: wer fühlt sich mit derlei Gedanken glücklich? Dukha, Enge, Dunkelheit, sind die Folgen. Das Leben ist kein Abenteuer mehr, die Neugierde stirbt und der Geist wird alt, verhärtet, unflexibel.

Es gibt im Yoga immer wieder Übungen, die man (aus gutem Grund vielleicht) nicht mag. Die muss man dann auch nicht machen. Es ist allerdings sinnvoll, diese ungeliebten Übungen von Zeit zu  Zeit wieder zu versuchen. Vielleicht hat sich ja inzwischen etwas verändert und vielleicht bringt gerade diese ungeliebte Übung eine Veränderung, die dem Leben wieder mehr „Sukha“, also Licht und Leichtigkeit gibt.

„Schiffe sind sicher im Hafen. Doch dafür sind sie nicht gebaut“.
William G. T. Shedd (1820 – 1894)