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Letzte Änderung:
18.09.2017, 10:09

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Sukha und Dukha


Sukha (Helligkeit, Leichtigkeit, Zufriedenheit) und Dukha (Dunkelheit, Enge, Unzufriedenheit) sind Wegweiser durch die Irrungen der Kleshas. Im Üben von Yoga erkennt man Sukha, indem man sich in einem Asana wohl fühlt, die Atmung ruhig und regelmäßig fließt, das Unterkiefer entspannt ist, die Augen weich bleiben, die Stirn glatt bleibt. Dukha erkennt man wenn das Gesicht sich verspannt (oder der Nacken, oder die Schultern) und an der  Atmung. Stoßweise statt fließend, gepresst statt leicht, kurz statt lang, rau statt fein...


Da die meisten Menschen nicht gewöhnt sind, schon auf so kleine, feine Signale zu achten und weil der Gedanke, das dass, was nicht weh tut auch nicht wirken kann oft überhaupt nicht in Frage gestellt wird,  kann die Erfahrung von Sukha im Yoga höchst spannend sein und unter Umständen entspannende und beglückende Auswirkungen auf das ganze Leben haben.


Nachträglich ist es verhältnismäßig leicht, zu erkennen, ob eine Handlung mit klarer Sicht oder getrübt von den Kleshas vorgenommen wurde. Wie bereits erwähnt, Dukha und Sukha sind  zuverlässige Wegweiser. Fühlt man sich nach einer Aktion gut, leicht, klar, froh, (sukha), war die Handlung richtig. Fühlt man sich unwohl, körperlich, geistig, seelisch, war die Handlungsweise von Klesha geprägt. Während des Handelns ist es schwierig, das Wirken der Kleshas zu erkennen.  „Stira Sukha Asanam“ heißt es in den Yoga Sutras. Stabil und leicht (sukha) soll man im Asana sein. Und wenn man daran arbeitet, merkt man, das Sukha von Stira oder von Dukha doch nicht so leicht zu trennen ist.