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Letzte Änderung:
18.09.2017, 10:09

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Yoga für Fortgeschrittene

"Fortgeschritten" bedeutet nicht, dass Sie nun ihre Freizeit auf dem Kopf stehend verbringen können, sondern dass sie allmählich besser auf den eigenen Beinen stehen. Sie können - zumindest manches mal - mit "erleuchtetem Gesicht" üben, sie spüren es, wenn Atmung und Bewegung wirklich verbunden sind, Sie wissen, wie es ist, wenn das Unsichtbare - nämlich die Atmung - zur Abwechslung den Takt für die Bewegung vorgibt statt umgekehrt. Sie können auch unter Stress - und Yoga-Haltungen sind Stress - gelassen bleiben. Nicht immer vielleicht, aber immer öfter.

Dies ist eine gute Basis für weiter gehende Abenteuer. Kompliziertere Asanas können gewagt werden, weil sie merken, wann der Körper überfordert ist, erste Versuche, die Atmung zu zähmen (Pranayama) werden nicht mit Herzklopfen oder aufgewühlter Seele beantwortet, weil sie wissen, wie sich ein langer, feiner Atem anfühlt. So entdecken Sie neue, längst vorhandene Räume und erlangen mehr und mehr Ahnung davon, wie Ihr Geist den Körper beeinflussen kann und umgekehrt.

"Mantra", Experimente mit Stimme und Klang verfeinern und verlängern die Atmung mehr und mehr.  Neu hinzugekommene Teilnehmer die bei "Fortgeschrittenen" einsteigen merken dies als erstes: dass ihre Atmung kürzer ist als die derer, die schon lange üben. Eine ruhige Atmung führt zu einem ruhigen Geist und dieser zu einem ausgeglichenen Gefühlsleben. Schülerinnen die schon länger üben können irgendwann auch während anstrengender Körperhaltungen einen langen, feinen Atem behalten, haben auch im Alltag im Zweifelsfall den längeren Atem und haben mehr und mehr eigene Erfahrung im Umgang mit den unsichtbaren Kräften des Lebens.

Auch wenn Yoga hier räucherstäbchen- und religionsfrei bleibt: die Erfahrung, wie es ist, wenn die Atmung die Bewegung führt, statt umgekehrt, ist eine prägende. Sie öffnet neue Räume in der Seele, erlaubt eine stabilere Gelassenheit und gewährt Zugang zur nächsten Stufe des Yoga: zur Meditation.

Meditation ist mehr, als schweigend in eine Kerzenflamme zu schauen... aber das müsse Sie selbst erleben. Hier beginnt eine Welt hinter den Worten. Klügere Menschen als ich haben sich an Erklärungen versucht - mit kaum befriedigendem Ergebnis. .

"It´s difficult to talk quantum in a language designed to tell the other monkey where the ripe fruit is" (Therry Pratchett).